Wofür Rock unterm Hünstollen steht
Im Bewusstsein der verbindenden Kraft der Musik und der Bedeutung kultureller Vielfalt wurde Rock unterm Hünstollen e.V. gegründet.
Unser Ziel ist es, Musik in all ihren Facetten zu fördern, lokale Talente zu unterstützen, musikalische Bildung zu stärken und kulturelle Veranstaltungen zu organisieren, die Gemeinschaft schaffen.
Musik ist für uns eine universelle Sprache der Verständigung und des Friedens. Dieses Selbstverständnis nehmen wir sehr ernst.
Musik war vermutlich schon am Anfang der Menschheit mehr als Unterhaltung. Sie war eine Urform der Gemeinschaft. Ein gemeinsamer Klang gegen die Stille der Nacht. Menschen saßen am Feuer, sangen zusammen, hielten denselben Rhythmus und gaben einander das Gefühl: Wir sind da. Wir sind zusammen. Wir haben keine Angst. Musik war dabei nie dazu da, Menschen nach politischen Lagern zu trennen. Sie verband Menschen lange bevor es politische Schubladen gab.
Genau darin liegt für uns bis heute der Kern von Musik: Sie soll Menschen verbinden, nicht spalten. Sie soll Begegnung ermöglichen, nicht neue Gräben ziehen.
Rock unterm Hünstollen e.V. verfolgt keinen politischen Zweck. Unser Vereinszweck ist die Förderung von Kunst und Kultur. Der Verein distanziert sich klar von jeder Form von Extremismus. Das war immer unsere Haltung und das bleibt sie.
Gerade deshalb weisen wir Versuche zurück, unseren Verein, unsere Gäste, unsere Unterstützer oder auftretende Künstler in politische Schubladen zu stecken. Pauschale Zuschreibungen, verkürzte Einordnungen und öffentliche Bewertungen auf Grundlage von Halbwissen werden weder unserem Verein noch unserer Arbeit gerecht.
Wir stellen fest, dass durch den entstandenen Druck – unter anderem durch Presseanfragen sowie das Auftreten einzelner besonders lauter lokaler Akteure und Clubs – ein Konformitäts- und Rechtfertigungsdruck entsteht, der dazu führt, dass von einzelnen vorschnell Aussagen getroffen und Darstellungen verbreitet werden, die teilweise fehlerhaft, unsachlich oder unvollständig sind. Das empfinden wir als erschreckend.
Kritische Fragen sind legitim. Aber wenn durch die Art der Fragestellung ein Rechtfertigungsdruck aufgebaut wird, der Menschen, Künstler oder ehrenamtliche Kulturarbeit öffentlich beschädigen kann, dann hat das mit fairer Auseinandersetzung nur noch wenig zu tun.
Politische Zuschreibungen, Einordnungen und Schubladen entstehen nicht durch Musik selbst. Sie entstehen dort, wo Menschen, Künstler, Besucher oder Vereine in Lager sortiert werden.
Ein Festival soll ein Ort der Begegnung, der Freiheit und der gemeinsamen Freude an Musik sein. Ein Moment, in dem man den Wahnsinn dieser Welt für ein paar Stunden zur Seite schieben darf.
Angst war noch nie ein guter Berater. Gerade deshalb halten wir an dem fest, wofür unser Verein gegründet wurde: Kulturarbeit, Musik, Gemeinschaft und friedliche Veranstaltungen.
Haltung bedeutet für uns nicht Anpassung oder Konformität. Haltung heißt, zu seinen Werten zu stehen – auch dann, wenn es unbequem wird. Dazu gehören Respekt, Offenheit, friedliches Miteinander und die Freiheit von Kunst und Kultur. Genau dafür stehen wir als Verein ein.
Unser Festival ist kein politischer Prüfstein. Es ist ein ehrenamtlich organisiertes Musikfestival eines gemeinnützigen Kulturvereins.
Rock unterm Hünstollen steht für Live-Musik, Kulturarbeit, Vielfalt, Begegnung und friedliche Veranstaltungen.
Und genau dafür machen wir weiter.